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Zitiert
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Wir müssen die politische
Auseinandersetzung mit
Rechtsextremismus und
Antisemiten suchen,
und wir müssen sie
offensiv führen,
und wir werden das auch tun.
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Bundespräsident a.D. Horst Köhler
(2.2.2005 in der Knesset in Jerusalem)
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Bayern ist bunt – nicht braun
Das „Bayerische Bündnis für Toleranz – Demokratie und Menschenwürde schützen“ blickt auf nunmehr drei Jahren erfolgreiche Arbeit der Projektstelle gegen Rechtsextremismus.
Seit Gründung dieser zentralen Anlauf-, Beratungs- und Vernetzungsstelle ist nämlich in Bayern der Anteil an Personen und Organisationen, die sich offensiv mit dem Thema auseinandersetzen, spürbar gewachsen.
Es sind effiziente Netzwerke entstanden, die Aufklärung wird mit großen Schritten vorangebracht und auch die Arbeit an den Schulen wächst stetig.
Mit kreativen bunten Aktionen und der Unterstützung von Initiativen und Kommunen ist die Projektstelle maßgeblich daran beteiligt, die Sensibilisierung der Bevölkerung in Bayern zu fördern und eine Kultur des Hinschauens zu etablieren.
Das Foto entstand am 14. Januar 2010 beim festlichen Empfangs unter dem Motto „Bayern ist bunt – nicht braun“ anlässlich des dreijährigen Bestehens der Projektstelle. Von links: Landesbischof Dr. Johannes Friedrich, Projektstellenleiterin und Geschäftsführerin Dr. Simone Richter, Innenminister Joachim Herrmann, Landtagspräsidentin Barbara Stamm und Wunsiedels Erster Bürgermeister Karl-Willi Beck.
Foto: Bessermann
„Rechtsextremismus kommt wie ein Fieberanfall in die Gemeinden“, weiß Wunsiedels Bürgermeister Karl-Willi Beck aus eigener leidvoller Erfahrung. Neben dem unfreiwilligen Wallfahrtsort der Neonazis in der kleinen Fichtelgebirgsstadt wurden beispielsweise auch Gräfenberg, Warmensteinach und Weiden vom braunen Spuk heimgesucht. Kein Ort in Bayern kann sich wirklich sicher sein, nicht auch einmal mit dem Rechtsextremismus konfrontiert zu werden. Allerdings dort, wo sich Bürger wehren, mutig dagegen demonstrieren, Grenzen setzen und den extremistischen Tendenzen ihr Demokratiebewusstsein entgegen setzten, stellen sich schnell auch die Erfolge ein.
Der Schirmherr des Bündnisses, Landesbischof Dr. Johannes Friedrich, betont, dass diese Arbeit gegen Rechtsextremismus aus der bayerischen Gesellschaft nicht mehr wegzudenken sei.
Landtagspräsidentin Barbara Stamm unterstreicht, dass gerade in den Schulen nicht nur Wissen vermittelt werden, sondern auch Herzens- und Charakterbildung stattfinden sollte. Dazu gehöre auch, den Kindern und Jugendlichen die Vorteile der mehrkulturellen Gesellschaft in unserem Land zu erörtern und gegenseitige Toleranz zu fördern. Der Kampf gegen Rechtsextremismus und für Demokratie ist nach ihren Worten ein Bildungsauftrag für Elternhaus, Schule, Kommune, Jugendarbeit und Vereine gleichermaßen.
Dr. Simone Richter kündigt an, dass in den kommenden Jahren im Sinne der Demokratieerziehung und Toleranzarbeit noch große Herausforderungen anstehen. Wichtigster Arbeitsschwerpunkt ist ihrer Ansicht nach daher die politische Bildung und Demokratieerziehung an den Schulen. „Wenn wir unsere Kinder und Jugendliche gegen Rechtsextremismus immunisieren wollen, müssen wir sie zu starken Demokraten heranbilden.“ |
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